www.ehealth-in-hessen.de

Stellen Sie sich vor, Ihre Rezepte sind schneller in der Apotheke und Ihre Medikamente sind schneller bei Ihnen. 
Wie Ihnen Telemedizin vor Ort helfen kann? Genau das erfahren Sie im E-Health Projektatlas.

Der Projektatlas ist im Aufbau und entsteht im Rahmen der E-Health Initiative Hessen, welche vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration initiiert wurde. Der Projektatlas soll die vielseitigen Aktivitäten in Hessen zum Thema Telemedizin und E-Health veranschaulichen und einzelne Projekte vorstellen, die mit digitalen Technologien eine Weiterentwicklung der gesundheitlichen Versorgung anstreben. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration möchte mit dem Atlas Impulse für die weitere Entwicklung und die Nutzung von Telemedizin und E-Health in Hessen geben sowie die Vernetzung der Akteure fördern.

Es können u.a. gute, modellhafte Ansätze in Anwendung, Forschungsprojekte und Initiativen aus Hessen aufgeführt werden zur

  • Verbesserung der Versorgungsqualität und/oder Behebung von Versorgungsdefiziten in Bezug auf den Patientennutzen
  • Verbesserung der Versorgungseffizienz
  • Optimierung der Zusammenarbeit innerhalb und zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen, Versorgungseinrichtungen und Berufsgruppen
  • Interdisziplinäre und fachübergreifende Versorgungsmodelle
  • Übertragbarkeit der Erkenntnisse, insbesondere auf andere hessische Regionen oder Indikationen.
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Ihr Projektvorschlag

Sie sind an einem laufenden Telemedizin-Projekt in Hessen beteiligt?

Gerne können Sie Ihre Projektvorschläge für den Atlas direkt im Onlineformular eingeben.

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Eingetragene Projekte

TelPa_kids: Pilotprojekt zum Einsatz von Telemedizin in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Hessen

Kleine Riesen Nordhessen

Kassel

  • ""Ja vor allem kann man dann das Kind auch mal zeigen. Vielleicht weil die Ärzte rein optisch schon was sehen, was wir jetzt als Eltern nicht sehen. Also bestimmt ja. Und ich glaube es könnte sehr beruhigend sein für manche Eltern." (betroffene Familie, August 2022)"

    (Arbeitsergebnis der Bedarfserhebung. Zustimmung der Familie liegt vor.)
  • "„Ja vielleicht die Möglichkeit, dass man sich kurzfristig mal eine aktuellen Medikamentenplan nochmal ausdrucken kann oder da nochmal reingucken kann. Das wäre super. Ähm. Vielleicht auch aktuelle Arztberichte, denn das kommt auch immer mal wieder, dass wenn man irgendwo hinmuss, dass man einen aktuellen Bericht braucht und dann muss man den immer erst anfordern und hin und her telefonieren und hin und her schicken. Sowas wäre halt superpraktisch.“ (betroffene Familie, August 2022)"

    (Arbeitsergebnis der Bedarfserhebung. Zustimmung der Familie liegt vor.)
  • ""Ja, also ich glaube stark, dass es auch helfen würde, weil wie gesagt bei uns Arztbriefe, die kommen hier nach Hause und dann sind die irgendwo in irgendwelchen Ordnern oder sonst was untergebracht, die man vielleicht im Notfall nicht direkt finden würde. Ähm, und ja, dass man einfach aufs Handy geht und dem Notarztwagen sagt hier, ja die und die Erkrankung. Sollte man/ Sollte nur dann vorteilhaft sein, wenn man ihn direkt vorzeigen kann.“ (betroffene Familie, Juli 2022)"

    (Arbeitsergebnis der Bedarfserhebung. Zustimmung der Familie liegt vor.)
  • ""Also wenn man darüber z.B. relativ einfach und schnell auch an die Apotheke etwas übermitteln könnte wäre das super spannend, weil es gibt ja ganz viele Dienstleister in dieser Kette. Stellen Sie sich mal vor das Palliativteam, was ich jetzt aktuell mit zwei Unikliniken, einer Physiotherapie, einem Osteopathen, einem Sanitätshaus, also die so Hilfsmittel haben, die muss ich immer auch wiederrum thematisch abdecken, wenn es einen neuen Wissenstand gibt der irgendwo wieder erneuert wurde. (betroffene Familie, Juli 2022)"

    (Arbeitsergebnis der Bedarfserhebung. Zustimmung der Familie liegt vor.)
Seit 2007 gibt es die „spezialisierte ambulante Palliativversorgung“ (Abkürzung „SAPV“), welche von den Krankenkassen erstattet wird. Diese gibt es auch speziell für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (im weiteren „Kinder“ genannt), die an einer nicht heilbaren und schweren Erkrankung leiden. Um diese Kinder kümmern sich in Hessen drei SAPV-Teams für Kinder und Jugendliche. Die Arbeit der KinderPalliativTeams ist die Unterstützung der Patienten und ihrer Familien. Dazu kommen die KinderPalliativTeams nach Hause und helfen bei der medizinisch-pflegerischen Versorgung (unter anderem Verordnung und Rezeptieren von Medikamenten, Beratung zu Therapien). Es gibt eine Rufbereitschaft, die KinderPalliativTeams stehen auch nachts und am Wochenende zur Verfügung. Auch helfen die KinderPalliativTeams bei sozialrechtlichen Problemen (Abrechnung mit der Krankenkasse) sowie psychischen und seelischen Leiden. Eine Herausforderung der speziellen ambulanten Palliativversorgung ist es, dass zwischen den Patienten und ihren Familien sowie den KinderPalliativTeams oftmals viele Kilometer Entfernung liegen. Dazu machen die KinderPalliativTeams regelmäßige Hausbesuche und kommen auch bei Problemen nachts und am Wochenende. Mitunter kann es je nach Wohnort lange dauern, bis das KinderPalliativTeam zur Unterstützung da ist. Das Ziel von dem Forschungsprojekt TelPa_kids ist es, eine App zu entwickeln. Diese App soll auf die Handys und Tablets der Patienten und deren Familien installiert werden. Darüber können dann die Patienten und Familien mit den KinderPalliativTeams zusätzlich zu Telefonaten und Hausbesuchen kommunizieren. Wichtig ist, dass die App den Datenschutz der Nutzer:innen sicher stellt und keinen Informationen an andere Personen gelangen können. Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt und startete im Oktober 2021. Zuerst wollen wir herausfinden, was eine App können muss um die Patienten und ihre Familien sowie KinderPalliativTeams zu unterstützen. Hierzu werden wir Patienten, Familien und Mitarbeiter mit Fragebögen und in Gesprächen befragen. Wir schlagen vor, dass die App Videotelefonie erlaubt. Zusätzlich könnten auch medizinische Befunde wie z.B. das Geräusch eines Stethoskops übertragen werden. Zudem wollen wir die Übertragung von Fotos, Videos und Tonaufnahmen ermöglichen. Anschließend wird die App nach diesen Bedürfnissen programmiert. Nachfolgend planen wir die App in Hessen in allen drei KinderPalliativTeams zu testen. Die Testung der App soll vom Ende des Jahres 2022 bis Frühjahr 2024 stattfinden. Nachfolgend werden wir die Ergebnisse auswerten. Wichtig ist uns, dass es zu keiner Verschlechterung der Versorgung durch den Einsatz der App kommt. Wir wollen die App nur zusätzlich zur Kommunikation einsetzen und weiterhin persönlich wie telefonisch für Patienten und Familien da sein. Durch die Anwendung der App im Rahmen der Studie wollen wir erfahren, in welchen Situation die App hilfreich ist und wann nicht. Wir erhoffen uns von der App eine Verbesserung der Versorgung schwerstkranker Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener.

Stand: in Anwendung
Projektstart: 01.10.2021
Gefördert durch: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Dieses Projekt wird unterstützt durch: Techniker Krankenkasse

Ansprechpartner

Dr. med. Merlin Merlin Deckers

Projektleiter
Mönchebergstr. 41-43, 34125 Kassel, Germany
056198017558 merlin.deckers@kleine-riesen-nordhessen.de

Ziel

Die Versorgungsqualität von schwer erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Häuslichkeit verbessern.

Ergebnis

Nein

Vorteile

  • für Patienten: - Entwicklung einer bedarfsgerechten App zur häuslichen Unterstützung - Die Ergänzung durch Telemedizin könnte die häusliche Versorgung verbessern: schnellere, umfassendere Kommunikation von Beschwerden, verbesserte Kommunikationsabläufe, gesicherter Datenschutz
  • für Ärzte: Die Ergänzung durch Telemedizin könnte die pflegerische und medizinische Versorgung verbessern: schnellere, umfassendere Diagnosenstellung, Vereinfachung von Arbeitsabläufen, verbesserte Kommunikationsabläufe, gesicherter Datenschutz, Abbau von Verwaltungsarbeiten
  • für sonstige Akteure des Gesundheitswesens: Die ergänzende Nutzung von Telemedizin ist ebenfalls nutzbar für niedergelassene Ärzte; Krankenhäuser; Physio-, Ergo- Therapeuten, Logopäden; Psychologen, Sanitätshäusern und alle anderen Mitversorgenden von chronisch erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.