02. Okt 2020

Auf die Haut gekommen

MEDIZIN. Der Berufsverband der deutschen Dermatologen trotzte der Corona-Krise und lud zum Pitch-Event. Die Zukunft der hautärztlichen Versorgung, sie dürfte in vielen Bereichen sehr digital werden.

 

„Wir wollen zur digitalen Transformation in unserem Fach beitragen“, dieses Motto gab Dr. Klaus Strömer, der Vorsitzende des Berufsverbands der deutschen Dermatologen (BVDD) vor. Der Verband, der vor knapp einem Jahr schon einmal von sich reden gemacht hatte, als er zusammen mit einem Schweizer Kooperationspartner einen für alle niedergelassenen Dermatologen offenen, telemedizinischen Befundungs-Service – siehe unten – aus der Taufe gehoben hatte, lud diesmal sieben quasi dermatologisch vorgetestete Start-ups ins Columbia Theater in Berlin ein.

Ziel war es, ein kleines Panorama von aus Versorgungssicht sinnvollen, vielfach mit hautärztlicher Beteiligung entwickelten, digitalen Innovationen zu präsentieren. Dabei wurden auch gleich noch zwei Startup-Preise verliehen, eine Wildcard für eine Finanzierungsrunde des Startup-Inkubators Vision Health Pioneers und eine Beratung durch die Experten von fbeta im Hinblick auf eine Zulassung als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Reizvoll war insbesondere das sehr breite Spektrum unterschiedlicher Anwendungen, die teils auf die Optimierung der Prozesse in dermatologischen Einrichtungen zielten, teils klassische Patienten-Apps waren, teils digitale Erweiterungen für Medizinprodukte und teils eher im telemedizinischen Umfeld angesiedelte Service-Anwendungen.

Das Themenspektrum reiche von der Dokumentation von Befundfotografien, einer verbesserten Versorgung bei Akne vulgaris, eine App-Unterstützung gegen atopische Erkrankungen, ein dermatologisches Tele-Hausarzt-Konsil, eine Heim-Phototherapie für Psoriatiker bis hin zu einem Store-and-Forward-Telemedizindienst für Hautpatienten.

In Kooperation mit Redaktion E-HEALTH-COM