07. Jun 2018

Minister Grüttner: „Wir sorgen am Gesundheitsstandort Hessen für gute Medizin“

E-Health-Initiative auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit

(c) Hessen Agentur / HMSI
(c) Hessen Agentur / HMSI

Das Land Hessen präsentiert sich mit einem eigenen Messestand in Berlin.

(soziales.hessen.de) „Wir sind in Hessen in vielen Bereichen der Medizin Vorreiter und Vorbild. Und wir sind dabei, mit vielen Akteuren der Branche die medizinische Versorgung weiterhin zukunftsfest aufzustellen. Das ist angesichts der Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, der Fragestellung der Nachbesetzung von Sitzen im ländlichen Raum und dem Wunsch der Ärztinnen und Ärzte nach mehr Flexibilität zugunsten der Familie, ein dickes Brett. Daher freue ich mich, hier auf dem Hauptstadtkongress zeigen und besprechen zu können, wo wir schon sehr erfolgreich und tief gebohrt haben, und wo wir noch Wege gehen müssen“, so Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner am Donnerstag anlässlich des Kongresses in Berlin.

Zum ersten Mal ist Hessen auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Die Aussteller Hessisches Gesundheitsministerium, Kompetenzzentrum für Telemedizin und E-Health Hessen, Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen, Kreis Bergstraße, Stadt Frankfurt am Main und weitere Experten informieren am Stand darüber, wie Hessen mit innovativen Lösungen und Strategien die Rahmenbedingungen für gute Medizin setzt.

Unter dem Motto „Gesundheitsstandort Hessen: Wir sorgen für gute Medizin“ ist Hessen hier in diesem Jahr erstmalig mit Ausstellern, Vorträgen und Gesprächsforen auf einem eigenen Messestand vertreten. Das Hessische Gesundheitsministerium stellt die vielfältigen Landesprogramme zur Fachkräftesicherung und für neue Versorgungsmodelle sowie die E-Health-Initiative Hessen vor. Ihr gehört das 2018 gegründete Kompetenzzentrum für Telemedizin & E-Health Hessen als erste landesweite Einrichtung für Telemedizin und E-Health an.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Justus-Liebig-Universität in Gießen berät das Kompetenzzentrum in Zukunft landesweite Projekte rund um telemedizinische Anwendungen und E-Health-Infrastrukturen. „Mit dem engagierten Team des Kompetenzzentrums wird es uns in einer partnerschaftlichen Kooperation der THM und der JLU gemeinsam gelingen, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit zu gestalten, um auch für die Zukunft eine patientengerechte, wohnortnahe und medizinisch hochwertige Versorgung in allen Lebensbereichen sicherzustellen“, erklärte Armin Häuser, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Telemedizin und E-Health Hessen.

Die Stadt Frankfurt am Main informiert über die E-Health-Anwendung IVENA (Interdisziplinärer Versorgungsnachweis). Bei Rettungseinsätzen kommt es auf jede Minute an. Mit IVENA können sich die Rettungsdienste am Unfallort sofort über die aktuelle Auslastung und Behandlungsmöglichkeiten der Krankenhäuser für die Notfallversorgung informieren. Das System wurde in Hessen entwickelt, um eine möglichst passgenaue Einlieferung der Patienten sicherzustellen und auch Zeit und Wege zu sparen. „Im Idealfall ist die Klinik schon auf den individuellen Zustand des Patienten, der noch unterwegs ist, vorbereitet“, lobt Grüttner IVENA. Prof. Dr. Dr. René Gottschalk, vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main unterstreicht: „Wir möchten die Software IVENA im Rettungsdienst nicht mehr missen. Sie schafft eine noch nie dagewesene Transparenz und neue Möglichkeiten für die bestmögliche Zuweisung und Hilfe der betroffenen Menschen. Wir freuen uns, das auf diesem bundesweiten Forum zeigen zu können.“

Am Stand des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen kann man sich über Maßnahmen informieren, die die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Fachärzte für Allgemeinmedizin fördern. Das Zentrum unterstützt seit mehr als fünf Jahren dringend benötigte Ärzte in Weiterbildung auf ihrem Weg in die hausärztliche Praxis. „Das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen bietet eine Weiterbildung aus einem Guss und nimmt den jungen Ärzten die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser. Inzwischen werden nach unserem Vorbild in 12 weiteren Bundesländern Kompetenzzentren aufgebaut, die die allgemeinmedizinische Weiterbildung fördern und die hausärztliche Versorgung stärken“, so Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, MPH, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt.

Der Kreis Bergstraße präsentiert seine Projekte und Aktivitäten im Bereich der ambulanten medizinischen Versorgung wie z.B. die ,,Landpartie 2.0‘‘, das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald (NOVO), den Weiterbildungsverbund sowie die Zusammenarbeit mit örtlichen Ärztenetzen. „Wir bieten starke und aktive Gesundheitsnetzwerke, beste Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit namhaften Universitäten und unterstützen den Weg zum Berufsziel Allgemeinmediziner! Das alles möchten wir in Berlin einer breiten Öffentlichkeit zeigen“, so Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße.

15 Fachvorträge und 3 Podiumsdiskussionen behandeln am Hessenstand zentrale aktuelle Themenfelder wie die Fachkräftesicherung, die Digitalisierung und Initiativen für Innovation und Internationalisierung. Den Abschluss bilden Antworten auf den demografischen Wandel – eine Diskussion zwischen dem Hessischen Gesundheitsminister Stefan Grüttner, MdB Rudolf Henke und Prof. Dr. h. c. Rebscher.

„Ich freue mich, dass wir in Hessen gemeinsam den Blick auf die Zukunft richten. Indem die wichtigen Akteure zusammenarbeiten und gemeinsam an Lösungen arbeiten, wird es uns gelingen den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen und für gute Medizin zu sorgen“, so Hessens Gesundheitsminister abschließend.

Impressionen, Vortragsfolien und weitere Informationen vom Hessenstand erhalten Sie unter:
ehealth-in-hessen.de/hsk2018 

 

Quelle und Kontakt:
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Pressestelle
Esther Walter
Telefon: +49 611 32 193408
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Datum
07. Juni 2018
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